Die Idee eines Spukhauses in einem Disney Park geht auf die Ursprünge des Disneyland Resorts in Kalifornien zurück. Nach mehreren Jahren der Forschung und Entwicklung wurde es am 9. August 1969 im Herzen des New Orleans Square eröffnet und war sofort ein großer Erfolg.

Einer der Gründe für diesen Erfolg ist die fesselnde Atmosphäre der Attraktion, die der legendäre Imagineer Claude Coats entwickelt hat, sowie seine Geschichte und seine farbenfrohen Charaktere, die sich der legendäre Marc Davis ausgedacht hat. Von singenden Büsten, über Madame Leota, bis hin zur Braut haben diese Figuren Generationen von Besuchern in ihren Bann gezogen und sind ein fester Bestandteil dieser einzigartigen Attraktion. 

Schon 1967, als es noch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich war, hat das Haunted Mansion die Menschen gefesselt.. Aus diesem Grund beschlossen die Imagineers, eine Version für Walt Disney World zu bauen, die 1971 eröffnet wurde.

Beide Versionen sind sehr ähnlich, der wesentliche Unterschied ist die Thematisierung des Äußeren: Neoklassisches Design für das Disneyland Resort, typisch für die reichen Häuser des Südens der Vereinigten Staaten vor dem amerikanischen Bürgerkrieg. Ein Neo-Gothic Design für Walt Disney World in Florida, das kurz vor dem Unabhängigkeitskrieg den dreizehn amerikanischen Kolonien gewidmet war.

Diese Version mit einigen Details, findet sich auch im Tokyo Disneyland, diesmal im Herzen von Fantasyland. Die Attraktion wurde am 15.04.1983 eröffnet.

Mystic Manor

In Hong Kong Disneyland ist das Konzept etwas anders. Das Mystic Manor lädt Besucher dazu ein, die Sammlung antiker Kunstgegenstände zu entdecken, die der Abenteurer Lord Henry Mystic auf der ganzen Welt gesammelt und in seinem viktorianischen Haus gesammelt hat. Aber alles wird kompliziert, als Albert, ein kleiner Affe, eine verzauberte Spieluhr öffnet, die alle Objekte in der Sammlung auf magische Weise zum Leben erweckt.

Auf den ersten Blick unterscheiden sich diese Attraktion komplett von den anderen, doch es gibt kleine Details und Hinweise wie zum Beispiel die “Büsten”.

Phantom Manor

Selbstverständlich wollten die  Imagineers, die für das Phantom Manor verantwortlich waren, der ursprünglichen Attraktion durch alle möglichen Referenzen Tribut zollen.

Die 1992 eröffnete Pariser Attraktion fängt viele der Schlüsselmomente des Haunted Mansion in Kalifornien ein und passt sie gleichzeitig an seine neue Geschichte an. Zu finden gibt es den Streching Room, die Portrait Gallery und den Ballsaal.  Es gibt auch einige eindrucksvolle Details wie den Wandteppich und die Uhr im Korridor, sowie mythische Figuren wie die singenden Büsten, den Raben (der einst der Gastgeber der kalifornischen Attraktion sein sollte) und Madame Leota.

Auszug aus dem Phantom Manor Buch, erhältlich in Kürze bei shopDisney und Ende September im Disneyland Paris.

Quelle: Disneyland Paris InsidEars